Wie wirkt sich die Mehrwertsteuersenkung konkret aus? Teil I

Wie wirkt sich die Mehrwertsteuersenkung konkret aus? Teil I

Um die Folgen der Corona-Krise aufzufangen, hat die Bundesregierung ein großes Konjunkturpaket auf den Weg gebracht. Ein zentrales Element darin ist die Senkung der Mehrwertsteuer. Sie sinkt in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 Prozent. Der ermäßigte Steuersatz, der zum Beispiel für Lebensmittel, Zeitschriften und viele Dinge des täglichen Bedarfs gilt, verringert sich von 7 auf 5 Prozent.

Wie wirkt sich die Mehrwertsteuersenkung konkret aus Teil I

Die Idee hinter der niedrigeren Mehrwertsteuer war, Kaufanreize zu setzen. Gleichzeitig sollte es eine Entlastung geben, von der alle direkt profitieren können. Zwar sind zwei bzw. drei Prozent auf den ersten Blick nicht viel. Doch unterm Strich machen sich eben auch viele kleine Einsparungen im Geldbeutel bemerkbar.

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10 Steuertipps rund um Kapitalerträge, 2. Teil

10 Steuertipps rund um Kapitalerträge, 2. Teil

Auch wenn sich die Guthabenzinsen auf einem sehr mageren Niveau bewegen, können sich viele Anleger über solide Einnahmen aus ihren Investments freuen. Diese Einnahmen, die zum Beispiel aus Aktienverkäufen, Dividenden, Ausschüttungen von Fonds oder Zinsen beim Festgeldkonto stammen, sind im Fachjargon die sogenannten Kapitalerträge.

10 Steuertipps rund um Kapitalerträge, 2. Teil

Sind die Kapitalerträge höher als der Freibetrag, müssen sie versteuert werden. Wenn der Anleger nichts unternimmt, zieht die Bank die Steuern automatisch ab und leitet sie ans Finanzamt weiter. Bei den Steuern handelt es sich um die Abgeltungssteuer. Ihr Satz liegt bei 25 Prozent.

Dazu kommen der Solidaritätszuschlag und eventuell noch Kirchensteuer. Ein gutes Viertel der Kapitalerträge ist so von vorneherein weg.

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8 Fragen zur Grunderwerbssteuer, Teil 2

8 Fragen zur Grunderwerbssteuer, Teil 2

Bei einem Immobilienkauf kommen verschiedene Kosten auf den Käufer zu. Dazu zählt zum einen der Kaufpreis für das Grundstück, das Haus oder die Eigentumswohnung. Zum anderen fallen die Notarkosten, die Gebühren für das Grundbuchamt und eventuell die Provision vom Makler an. Und auch das Finanzamt steuert mit der Grunderwerbssteuer einen ziemlich großen Posten auf der Rechnung bei.

8 Fragen zur Grunderwerbssteuer, Teil 2

In einem zweiteiligen Ratgeber beantworten wir acht Fragen zu eben dieser Grunderwerbssteuer. Dabei haben wir in Teil 1 geklärt, worauf die Steuer erhoben wird, wie oft sie anfällt und wie hoch sie ist. Außerdem haben wir uns angeschaut, wer die Abgabe bezahlen muss und ob es einen Freibetrag gibt.

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10 Steuertipps rund um Kapitalerträge, 1. Teil

10 Steuertipps rund um Kapitalerträge, 1. Teil

Ob Aktienverkäufe, Dividenden aus dem Aktiendepot, Ausschüttungen aus Fonds oder Zinsen beim Festgeldkonto: Viele Anleger können mit ihren Investments ganz ordentliche Einnahmen erzielen. Im Fachjargon nennen sich diese Einnahmen Kapitalerträge. Allerdings werden auf die Kapitalerträge, die über den Freibetrag hinausgehen, Steuern fällig.

10 Steuertipps rund um Kapitalerträge, 1. Teil

Unternimmt der Anleger nichts weiter, führt seine Bank automatisch 25 Prozent des Gewinns an den Fiskus ab. Dazu kommt der Solidaritätszuschlag, wodurch sich die Abgabe auf 26,4 Prozent erhöht.

Eventuell wird zusätzlich noch Kirchensteuer fällig. Weil die Bank die Steuern als sogenannte Abgeltungssteuer direkt abzieht und ans Finanzamt bezahlt, landet ein gutes Viertel der Kapitalerträge so erst gar nicht auf dem Konto des Anlegers.

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8 Fragen zur Grunderwerbssteuer, Teil 1

8 Fragen zur Grunderwerbssteuer, Teil 1

Es gibt kaum ein Geschäft, das für den Fiskus ähnlich transparent ist, wie ein Immobilienkauf. Denn sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist, übermittelt der Notar eine Kopie des Vertrags und die sonstigen Vereinbarungen im Zusammenhang mit dem Immobiliengeschäft ans Finanzamt. Das Finanzamt kann daraufhin die Höhe der Grunderwerbssteuer festsetzen und einen entsprechenden Bescheid erlassen.

8 Fragen zur Grunderwerbssteuer, Teil 1

Und erst nachdem die Abgabe bezahlt ist, wird der Eigentümerwechsel im Grundbuch eingetragen.

Allerdings gibt es ein paar Fälle, in denen der Kauf einer Immobilie steuerfrei bleibt. Außerdem erstattet das Finanzamt unter Umständen die bezahlte Grunderwerbssteuer wieder, wenn es zu einer Rückabwicklung des Immobilienkaufs kommt.

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Die wichtigsten Infos zur Rentenbesteuerung, Teil 2

Die wichtigsten Infos zur Rentenbesteuerung, Teil 2

Wie das Arbeitseinkommen, Mieteinnahmen oder Kapitalerträge gehört auch die Rente zu den Einkünften. Deshalb unterliegt sie, wie alle anderen Einkünfte, grundsätzlich der Steuerpflicht. Die Annahme vieler Rentner, dass sie nach dem Ende des Berufslebens nichts mehr mit dem Finanzamt zu haben werden, ist deshalb nicht ganz richtig.

Die wichtigsten Infos zur Rentenbesteuerung, Teil 2

Es gibt zwar sehr viele Rentner, die keine Steuern bezahlen müssen. Aber umgekehrt ist eben genauso möglich, dass auf die Einkünfte im Rentenalter Steuern fällig werden.

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Die wichtigsten Infos zur Rentenbesteuerung, Teil 1

Die wichtigsten Infos zur Rentenbesteuerung, Teil 1

Viele Rentner denken, dass sie im Ruhestand mit dem Finanzamt nichts mehr zu tun haben werden. Doch das stimmt so nicht. Denn auch im Rentenalter müssen die Einkünfte möglicherweise versteuert werden. Und die Altersrente ist davon nicht ausgenommen. Allerdings muss nicht jeder Rentner Steuern bezahlen.

Die wichtigsten Infos zur Rentenbesteuerung, Teil 1

In einem zweiteiligen Ratgeber vermitteln wir die wichtigsten Infos zur Rentenbesteuerung:

Die Rente zählt zu den Einkünften

Weil es sich bei Renten um Einkünfte handelt, unterliegen sie wie alle anderen Einkünfte grundsätzlich der Steuerpflicht. In der Renteninformation, die die Deutsche Rentenversicherung den Versicherten einmal pro Jahr zuschickt, findet sich ein entsprechender Hinweis.

Mit Blick auf die Renteninformation sind übrigens zwei Dinge wichtig. Zum einen ist in der Information die erwartete Höhe der Alterente und der Erwerbsminderungsrente ausgewiesen.

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Ausführliche Infos zur Pendlerpauschale, 3. Teil

Ausführliche Infos zur Pendlerpauschale, 3. Teil

Der Großteil aller Arbeitnehmer muss täglich zur Arbeit pendeln. Doch diese Fahrten nehmen nicht nur Zeit in Anspruch, sondern können sich auch unschön im Geldbeutel bemerkbar machen.

Ausführliche Infos zur Pendlerpauschale, 3. Teil

Um Arbeitnehmer zumindest finanziell etwas zu entlasten, ermöglicht der Gesetzgeber, die Fahrtkosten zur Arbeit als beschränkt abzugsfähige Werbekosten von der Steuer abzusetzen. Und für viele Arbeitnehmer sind die Fahrtkosten auch wirklich der größte Abzugsposten in der Steuererklärung.

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Ausführliche Infos zur Pendlerpauschale, 2. Teil

Ausführliche Infos zur Pendlerpauschale, 2. Teil

Nur wenige Arbeitnehmer haben das Glück, dass sie direkt um die Ecke arbeiten und morgens bequem zur Arbeitsstätte schlendern können. Weit öfter ist es so, dass Arbeitnehmer pendeln müssen. Und das tägliche Pendeln kostet Zeit, Nerven und mitunter ordentlich Geld.

Ausführliche Infos zur Pendlerpauschale, 2. Teil

Da das auch der Gesetzgeber weiß, hat er die Möglichkeit geschaffen, die Fahrtkosten als beschränkt abzugsfähige Werbungskosten steuerlich geltend zu machen. Tatsächlich sind die Fahrtkosten oft auch der größte Abzugsposten in der Steuererklärung.

Allerdings wurden die Regelungen zur Pendlerpauschale immer wieder geändert. So hieß die Pauschale früher zum Beispiel Kilometerpauschale und wurde dann in eine verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale umgewandelt. Auch die Sätze für die zurückgelegten Kilometer wurden mehrfach angepasst.

Um für Klarheit zu sorgen, haben wir einen Ratgeber mit ausführlichen Infos zur Pendlerpauschale erstellt. Dabei ging es im 1. Teil um die Grundsätze.

Jetzt, im 2. Teil, schauen wir uns an, was der Steuerzahler eigentlich absetzen kann und was nicht:

Pendlerpauschale unabhängig vom Verkehrsmittel

Die Pendlerpauschale gilt grundsätzlich unabhängig davon, wie der Steuerzahler den Weg zu seiner Arbeitsstätte zurücklegt. Das Finanzamt berücksichtigt generell 30 Cent pro Kilometer für die einfache, kürzeste Strecke zwischen Wohnung und Arbeit.

Selbst wenn der Steuerzahler zu Fuß zur Arbeit geht oder mit dem Fahrrad fährt, hat er also Anspruch auf die Pendlerpauschale. Ob und in welcher tatsächlichen Höhe er Aufwendungen hatte, spielt keine Rolle.

Folglich kann der Steuerzahler die Pendlerpauschale ebenso abziehen, wenn er öffentliche Verkehrsmittel nutzt.

Sollten die Kosten für das Kalenderjahr dabei höher sein als der Pauschalbetrag von 4.500 Euro, kann der Steuerzahler statt der Pauschale auch die tatsächlichen Ausgaben ansetzen. In diesem Fall sollte er aber Belege vorweisen können, sofern das Finanzamt nachfragt.

Seit 2012 prüfen die Finanzämter nur noch bezogen auf das gesamte Kalenderjahr, ob die Entfernungspauschale von 4.500 Euro oder die Summe der Ausgaben für die Fahrtkosten höher ist (Finanzgericht Münster, Az. 11 K 2574/12 E, Urteil vom 01.04.14). Davor hatten die Finanzämter die Kosten tageweise gegenübergestellt.

Fahrtkosten bei mehreren Verkehrsmitteln

Viele Arbeitnehmer greifen auf unterschiedliche Verkehrsmittel zurück, um zur Arbeit zu kommen. So fahren sie zum Beispiel mit dem Fahrrad zum Bahnhof oder mit dem Auto zu einem Park & Ride Punkt und von dort aus dann mit einem öffentlichen Verkehrsmittel weiter.

In solchen Mischfällen sollte der Steuerzahler zunächst die kürzeste Entfernung zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte ermitteln. Anschließend schlüsselt er auf, wie viele Kilometer er mit welchem Verkehrsmittel gefahren ist. Dabei kann er die tatsächlichen Kosten ansetzen, wenn diese höher sind als 4.500 Euro.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Angenommen, die kürzeste Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz beträgt 95 Kilometer. Diese Strecke hat der Steuerzahler an 220 Arbeitstagen zurückgelegt. Dabei ist er zunächst 15 Kilometer mit dem Auto zum Bahnhof gefahren und danach die restlichen 80 Kilometer mit dem Zug. Die Jahreskarte für die Bahn hat ihn 4.395 Euro gekostet.

Nun rechnet der Steuerzahler zuerst mit der Pendlerpauschale die Kosten für die beiden Teilstrecken aus und addiert diese anschließend:

  • 220 Arbeitstage x 15 Kilometer mit dem Auto x 0,30 Euro = 990 Euro

  • 220 Arbeitstage x 80 Kilometer mit dem Zug x 0,30 Euro = 5.280 Euro; allerdings liegt der Höchstbetrag bei 4.500 Euro

  • 990 Euro + 4.500 Euro = 5.490 Euro

Im Ergebnis kommt ein Betrag heraus, der höher ist als die tatsächlichen Kosten für die Fahrten mit der Bahn, denn das Jahresticket lag ja bei 4.395 Euro. Aus diesem Grund berücksichtigt das Finanzamt die 5.490 Euro als Pendlerpauschale.

Fahrtkosten bei einem Dienstwagen

Stellt der Arbeitgeber dem Steuerzahler einen Dienstwagen zur Verfügung, den dieser auch privat nutzen kann, muss der Steuerzahler diese Nutzung als geldwerten Vorteil versteuern.

Der Einfachheit halber wird der Steuerzahler dafür meist auf die pauschale Ein-Prozent-Regelung zurückgreifen. Die Lohnsteuer und die Sozialversicherungsbeiträge dazu führt der Arbeitgeber an den Fiskus ab.

Im Gegenzug kann der Steuerzahler die Fahrten zum Arbeitsplatz ganz normal über die Pendlerpauschale in die Steuererklärung eingetragen. An der Kilometerpauschale ändert sich durch den Dienstwagen somit nichts.

Absetzbare Aufwendungen bei einer Fahrgemeinschaft

Schließt sich der Steuerzahler für die Fahrten zur Arbeit einer Fahrgemeinschaft an, kann er die Pendlerpauschale für die kürzeste Entfernung zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte ansetzen.

Er muss also mit der Strecke rechnen, die für ihn maßgeblich ist. Das gilt auch dann, wenn er seine Mitfahrer zu Hause abholt und deswegen einen Umweg fahren muss.

Allerdings kann der Steuerzahler die Fahrtkosten bis zum Höchstbetrag von 4.500 Euro für jeden Arbeitstag anrechnen. Handelt es sich um eine Fahrgemeinschaft, bei der sich die Fahrer jeweils abwechseln, kann der Steuerzahler also auch für die Tage Fahrtkosten absetzen, an denen er nur Mitfahrer war.

Pendlerpauschale bei einem Jobticket

Seit Jahresbeginn 2019 kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern eine Fahrkarte oder einen Zuschuss für Fahrten im öffentlichen Nahverkehr und im Personenfernverkehr spendieren.

Bekommt der Arbeitnehmer das Jobticket oder den Zuschuss zusätzlich zu seinem regulären Gehalt, bleibt die Leistung steuer- und sozialversicherungsfrei. Und der Arbeitnehmer kann die Fahrkarte nicht nur für den Weg zur Arbeit, sondern auch für private Fahrten einsetzen.

Diese Vergünstigung muss der Arbeitnehmer aber in der Steuererklärung angeben. Das Finanzamt reduziert daraufhin nämlich die Entfernungspauschale entsprechend.

Ein Beispiel:

Der Steuerzahler bekommt von seinem Arbeitgeber steuerfrei ein Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr. Bei dem Jobticket handelt es sich eine Jahreskarte, die von April 2019 bis März 2020 gilt und einen Wert von 500 Euro hat.

Im Gegenzug für die Steuerfreiheit kürzt das Finanzamt die Pendlerpauschale des Steuerzahlers im Jahr 2019 um 375 Euro für die neun Monate, in denen das Jobticket gültig war. Die restlichen 125 Euro zieht es von der Pendlerpauschale im Jahr 2020 ab.

Ende 2019 soll voraussichtlich das Jahressteuergesetz 2019 in Kraft treten. Darin ist noch eine andere Möglichkeit vorgesehen.

Demnach kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern ein Jobticket gewähren und dafür pauschal 25 Prozent Lohnsteuer (plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) abführen. Das hat zur Folge, dass das Finanzamt die Vergünstigung nicht mehr von der Entfernungspauschale des Steuerzahlers abzieht.

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